6 Wochen sind die Zwerge heute... hui jetzt geht es rasant! Sie wachsen und gedeihen... keine Veränderung!

Die Gewichte:

Ella:  3160g

Elton: 4070g

Elvis:  3320g

Emilia: 2970g

Eileen:  3890g

Edgar: 3770g

Elise: 3660g

Heute gab es dann zum ersten Mal Fleisch in großen Stücken. So lernen sie das Reißen und Kauen, wobei die Interaktionen auch interessant zu beobachten sind. Einige sind bereit sich das Fleisch zu teilen, andere wiederum verziehen sich in eine Ecke um alles für sich alleine zu haben.

 

Fleisch in groben Stücken...

Im Hintergrund der Laubsauger... stört die Wusels aber nicht!

Welpentestung

Die Welpentestung wird ,wie bei jedem Wurf von meiner zertifizierten Trainerin durchgeführt. Selbstverständlich hat sie die Welpen im Vorfeld nicht kennengelernt, sie ist eine fremde Person. Die Testung findet in einem Raum statt, den die Wusels nicht kennen. Ich bin dabei, im Hintergrund und greife nicht ein, bin stiller Beobachter.

Hier möchte ich nochmals wiederholen, dass es KEIN Schultest ist, wo Noten vergeben werden, welche eine Klassifizierung ergeben. Es soll den Welpeneltern helfen ihr neues Familienmitglied besser einzuschätzen. Jeder Welpe hat seine eigenen Charakterzüge und hier geht es  darum diese besser zu kadrieren, zu beschreiben damit die weitere Erziehung erfolgreicher ist. Es ist und bleibt eine Momentaufnahme, die Sozialisierungsphase im neuen Zuhause nimmt da ihren vollen Lauf. Über- oder Unterforderung können dann wieder vieles verändern.

Über 6 Wochen konnte ich vieles beobachten was sich in der „Testung“ dann auch oft bestätigt. Auf jeden Fall ist es immer wieder interessant und spannend zu sehen wie unterschiedlich die Wusels sind. Jedesmal lerne ich hinzu und freue ich mich über die durchaus sehr kompetente Einschätzung meiner Trainerin Sabine Dahlhausen, zertifizierte Trainerin und Fachkraft für tiergeschützte Therapie und Pädagogik. Ein sehr großes Dankeschön von hier aus, verbunden mit viel Lob! Es ist sehr bereichernd einen fremden Blickwinkel zu bekommnen um meine Schätze und die Welpeneltern noch besser auf ihr neues Partnerleben vorzubereiten.

Was schauen wir uns nun konkret an:

Soziale Orientierung 

Wie nimmt der Welpe einen fremden Menschen/Raum wahr? Ist er eher zurückhaltend , bewegt er sich spontan auf die fremde Person zu, bleibt er sitzen und „überlegt“? Aufgeschossen oder schüchtern? Ist der neue  Raum ein positiver oder eher negativer Reizfaktor?

Spielverhalten

Der Trainer  animiert ein Spielzeug. Reagiert der kleine Vierbeiner spielerisch und zeigt vielleicht schon Ansätze von Kooperationsverhalten, um das Spiel weiter in Gang zu halten? Oder ist er uninteressiert an der Dynamik und zeigt sich damit vielleicht sogar eher überfordert?

Assoziationsvermögen

Unter einem Plastikbechern wird gut duftende Hühnerhals versteckt.Wie legt der Welpe  sich an um an das Futter zu gelangen? Und vor allem: Kann er die erfolgreichste Strategie bei einem zweiten Versuch direkt wieder einsetzen? Ist er kreativ oder gleichgültig, arbeitswillig oder etwas faul?

Pflegende Dominanz

Der Welpe wird  auf dem Arm und  am Boden vorsichtig auf den Rücken gedreht und dabei behutsam festgehalten. Zeigt der Hund Hektik oder lässt sich auch durch weiteres Festhalten nicht beeindrucken?

Schreckreflex

Hier wird durch ein lautes Geräusch, wie z. B. einen herunterfallenden Topfdeckel, überprüft, wie ein Welpe auf solche Umweltreize reagiert.

 Selbstschutzinstinkt

Hier wird der Welpe  auf einen Tisch gestellt, um zu prüfen, wie er mit dieser Situation umgeht. Die einen bleiben  in der Tischmitte sitzen und trauen sich nicht, sich zu bewegen, andere wollen möglichst schnell aus der Situation raus. Ist der Wusel eher vorsichtig oder setzt er sich eventuell, etwas Panik gesteuert, in eigene Gefahr?

Den Schmerztest führen wir bewusst nicht durch!

 

EILEEN

Soziale Orientierung: Eileen ist erstmals mit dem unbekannten Raum beschäftigt und nimmt die Trainerin S. kaum wahr. Erst nach Beschnuppern der neuen Umgebung, geht sie etwas vorsichtig auf den unbekannten Menschen zu. Hallo Mensch!

Spielverhalten: Ein Plüschreifen wird in Bewegung gesetzt. Eileen schaut zu, tendiert dem Bewegungsreiz nach zu gehen, bremst aus und setzt sich hin. Kratzt sich und zeigt somit einen Zwiespalt der auf Vorsicht, auch aber auf wenig Interesse, Faulheit hindeutet.

Wenn der Futterbeutel ins Spiel kommt wird Eileen etwas aktiver. Aber auch hier zeigt sie kaum Hektik, geht den Bewegungsreizen mit Gelassenheit oder Vorsicht entgegen. Ist eigentlich wenig interessiert, trotzdem dass das Spielzeug hier gut riecht.

Selbstschutz: Auf dem Tisch bleibt Eileen sitzen, zittert aber mit den Hinterpfoten. Ihr ist sichtlich unangenehm. Trotzdem dass sie sich unwohl fühlt versucht sie nicht aus der Situation rauszukommen und springt runter. Sie bleibt gestresst aber gerät nicht in Panik.

Schreckreflex: 2  Topfdeckel erzeugen  ein lautes und brutales Geräusch. Normal ist hier dass Eileen zusammen zuckt und sich erschreckt. Trozdem läuft sie nicht weg um irgendwo im Zimmer, sei es unter dem Tisch/Bett Schutz zu finden. Die Prägung auf viele unterschiedliche Geräusche in der Aufzucht trägt hier schon ihre Früchte.

Assotiationsvermögen: 2 Becher, wobei unter einem ein Hühnerhals versteckt ist. Geht vorsichtig an den Hühnerhalsbecher ran, riecht ja lecker! Versucht zu kippen, strengt sich aber nicht ernsthaft an. Eileen bringt ihn dann trotzdem zum Kippen und ergreift den Hühnerhals. Das Ganze wird wiederholt. Diesmal bleibt Eileen aber inaktiv, unter dem Motto: Fressen ist super, aber bitte ohne dass ich mich zu viel anstrengen muss! Es deutet zu diesem Zeitpunkt darauf hin dass im Moment wenig Jagdtrieb in ihr steckt, mit der Nase ist sie kaum am Arbeiten um ihr Ziel zu erreichen.

Pflegende Dominanz: Eileen unterwirft sich, wenn sie auf dem Arm von S. festgedrückt wird. Auch am Boden, rebelliert sie nicht, wenn sie in Rückenposition zum Boden gedrückt wird,bleibt  sie recht ruhig.

Fazit: eine gelassene, etwas bequeme Hündin die ganz toll Clea als Welpe ähnelt. Nicht nur optisch aber auch charakterlich. Da sie so bequem ist, sollten die Apportarbeiten etwas intensiver und mit Geduld aufgebaut werden. Sie zeigt zu diesem Zeitpunkt kein großes Interesse an Reizen in Verbindung mit Bewegung. Daher wäre es wünschenswert wenn keine blinde Ballspiele (werfen/bringen) mit ihr ausgeübt werden, sondern das Apportieren mit Impulskontrolle einzuüben.

ELLA

Soziale Orientierung: Ella ist dann im Raum sofort sehr neugierig und erblickt auch schnell den neuen unbekannten Menschen. Keine Scheu, sie traut sich sofort auf S. zu und fängt an zu kuscheln. Hier zeigt sie Offenheit, auch aber eine gewisse Selbstsicherheit die auf jeden Fall nicht überhand nehmen soll.

Pflegende Dominanz: Ella lässt sich auf dem Boden so wie auch im Arm festdrücken. Sie unterwirft sich und schenkt eine Art Vertrauen. Menschen sind gut!

Spielverhalten: Ella wird sofort aktiv, sowohl beim Plüschring als auch beim Futterbeutel. Sie kann sich dann auch kurz alleine mit dem Spielzeug beschäftigen und hat Spaß. Schön zu sehen ist, dass sie den Futterbeutel von der menschlichen Hand unterscheidet und hier Beißhemmungen zeigt.

Schreckreflex: Hui das ist nicht so ohne. Ella flüchtet unters Bett. Kommt aber schnell wieder raus und sucht sich Schutz bei S. Sie zeigt viel Menschenorientierung!

Assoziationsvermögen: Ella entwickelt eine Strategie um den Becher zu kippen. Sie schnappt sich den Hals und ist zufrieden. Das Ganze wird dann wiederholt, der Hühnerhals geht  wieder unter den Becher. Diesmal bleibt sie sitzen und ist passiv. Sie orientiert sich dann an S. als würde sie um Hilfe bitten, eine Art der Interaktion. Dies ist sicherlich eine reine Vermutung, passt aber in diese kommunikative und menschenorientierte Hündin.

Selbstschutz: Auf dem Tisch, zeigt Ella Unbehagen und bewegt sich an den Rand. Würde die Menschenhand sie nicht zurückhalten, würde Ella runter springen. Sie traut sich also recht viel zu, und es fehlt ihr aktuell an Vorsicht.

Fazit: Ella ist eine neugierige Hündin, die der Welt offen entgegen schaut. Als Erstgeborene hat sie den Weg für die Geschwister frei gemacht. So hat sie auch in den ersten 6 Wochen vieles  als Erste erkundet… raus aus der Wurfbox, nach hinten in den Garten, Entdecken der Schaukel…Sie ist auf ihre Art sehr mutig und tendiert nach vorne zu gehen. Hier sollten die Besitzer aufpassen dass sie nicht zu selbstsicher wird und auch immer wieder diese tolle Bereitwilligkeit zur menschlichen Kommunikation unterstützen. Also viel zusammen entdecken, erkunden und sie, sich nicht  selbst überlassen.

 ELTON

Soziale Orientierung: Der Raum ist zweitrangig, erstmals begüßen wir die Menschen freudig und schwanzwedelnd.

Pflegende Dominanz: Hier zeigt Elton totale Unterwürfigkeit und entspannt sich sogar wenn er zu Boden gedrückt wird. Entfernt sich die menschliche Hand, bleibt Elton einfach liegen mit alle 4 Gliedmaßen im Relax-Modus und wartet darauf gestreichelt zu werden.

Spielverhalten: Er geht spielerisch auf den Plüschring zu. Kann sich total lustig damit alleine beschäftigen und hat Spaß. Genau so geht er dann auch mit dem Futterbeutel um. Stellt man ihm die 2 Spielgegenstände zur Verfügung, entscheidet Elton sich für den gut riechenden Futterbeutel… die Nase arbeitet. Zwischendurch sucht Elton aber immer wieder Kontakt zu S. Hier findet eine  Spielaufforderung statt, ein Aufsuchen menschlicher Interaktion.

Selbstschutz: Elton bleibt mittig stehen. Er zittert etwas mit den Hinterläufen, schätzt aber die Gefahr ein und geht an den Rand des Tisches wo der Mensch sitzt, um runter zu gelangen.

Assoziationsvermögen: Versucht eine Strategie zu entwickeln um den Becher zu kippen um an den Hühnerhals zu gelangen. Er geht recht gemütlich vor. Es gelingt ihm und er versucht nicht mit dem Hals zu fliehen um diesen in Sicherheit zu bringen, sondern legt sich neben die Trainerin. Auch hier gibt es eine Beißhemmung da er unterscheidet zwischen menschlicher Hand und Hühnerhals.

Schreckreflex: beim Topfklopfen, zuckt er erstmals zusammen, läuft weg, kommt aber schnell zurück um in Richtung des Geräuches zu blicken. Alles gut!

Fazit: Ein entspannter gelassener kleiner Mann, der seine Nase einsetzt um sein Ziel zu erreichen. Menschenbegeistert und offen zur Welt, verspielt. So zeigt er sich auch gegenüber seinen Geschwistern im Rudel. Immer in der Mitte des Geschehens ohne aber stürmisch zu sein.

EDGAR

Soziale Orientierung: „Versuchs mal mit Gemütlichkeit…“ So blickt Edgar in den neuen Raum. Mit  gesunder Vorsicht alles  mal anschauen, etwas schnüffeln, dann aber ab zum Menschen um ihn zu begrüßen.

Pflegende Dominanz: Beim Festdrücken an der menschlichen Brust und beim Drücken zum Boden, wehrt sich Edgar erstmals und will raus aus der Situation. Das Ganze wird dann nochmals wiederholt. Nun wird er sichtlich ruhiger und ergibt sich. Hier kann man davon ausgehen, dass ein Lernprozess stattfindet und er aus der Erfahrung schließt, dass ihm nix passiert. Er schenkt dem Menschen Vertrauen.

Spielverhalten: Hohes Interesse am Plüschring. Wird durch die Bewegung des Spielzeuges sehr aktiv. Fasst den ring, kaut dran, steckt die Schnauze voll rein, und beschäftigt sich eigenständig. Auch Edgar zeigt viel Freude und reagiert auf Bewegungsreize. Gleiches Szenario mit dem Futterbeutel. Aktiv und willig im Spiel mitzumachen.

SelbstschutzEdgar zittert erstmals kurz, schaut um sich rum und setzt sich mittig hin. Er kann die Gefahr einschätzen und wird  nicht versuchen runter zu springen, sondern wartet ab. Eigentlich zeigt er hier in etwa das Verhalten was ein zukünftiger Therapiehund in der Ausbildung als Blindenhund zeigen soll. Abwarten und sich selber entspannen.

Schreckreflex: Erschreckt sich, läuft unter das Bett, kommt  aber von der anderen Seite wieder raus und sucht Schutz beim Menschen.

Assoziationsvermögen: Es gelingt Edgar sehr schnell den Becher zu kippen und sich den Hals zu schnappen. Erstmals sieht es aus, als wolle er diesen in Sicherheit bringen. Aber nein er legt sich dann hin, neben den Menschen und fängt an zu kauen. Beim 2. Versteck, versucht er mit der selben Taktik an den Hals zu gelangen. Er setzt sich zwischendurch immer hin, fährt dann fort. Es sieht aus als würde er übelegen. Das Ganze läuft ab ohne Hektik und Aufregung.

Fazit: Edgar ist ein sehr sehr entspannter Rüde, der toll spielen kann im Rudel, aber auch manchmal ein Individualist ist. Wenn er entscheidet sich zurückzuziehen, ist er auch durch das Toben der Geschwister kaum aus der Ruhe zu kriegen. Er zeigt Freude und Neugierde am Leben, kann tief entspannen im Schlaf und lässt sich da kaum stören. Wenn ich das Gehege öffne(  die Welpen sind mittlerweile vom Geräusch der Gittertür konditioniert und verknüpfen es mit Menschenkontakt oder Fressen), ist Edgar fast immer der Letzte der 7 Zwerge. Zwischdurch streckt er sich dann auch, kommt dann freudig, nicht dass man etwas verpasst.

ELVIS

Soziale Orientierung: Elvis kommt rein in den Raum, scheint kaum beeindruckt zu sein und nimmt auch den Menschen nicht wahr. Er ist dann mal beschäftigt mit der Decke die auf dem Boden liegt und fängt an damit zu spielen. Auch der Geruch des Hühnerhalses lenkt ihn ab. interessante neue Welt!

Pflegende Dominanz: In beiden Positionen, am Boden und auf dem Arm, wehrt Elvis sich und viel raus aus der Situation. Er jammert leicht. Lässt man ihn dann los, entspannt er recht schnell und ist auch nicht nachtragend, bleibt im Kontakt mit dem Menschen.

Spielverhalten: Schaut dem Plüschring zu wie er sich bewegt, reagiert erstmals wenig auf den Bewegungsreiz. Beim Futterbeutel wird er aktiver, die Nase kommt mit ins Spiel. Er macht eine recht schnelle Assoziatin zwischen der Bewegung des menschlichen Armes und dem Futterbeutel. Da wo der Arm hingeht ist auch der Futterbeutel.Er schnappt sich dann den Futterbeutel, kaut dran und auch hier versucht er nicht damit weg zu laufen um diesen in Sicherheit zu bringen. Er bleibt in Kontakt mit S.

Schreckreflex: Elvis zuckt nur leicht zusammen, bleibt sitzen und orientiert den Kopf in Richtung Geräusch. Das Ganze ist dann schnell vergessen.

Selbstschutz: Auf dem Tisch bleibt Elvis ertsmals sitzen. Er kann  die Gefahr nicht richtig einschätzen, friert aber dann ein. Er zeigt hohen Respekt gegenüber der Höhe und scheint „dankbar“ zu sein, dass der Mensch ihn da rausholt.

Assoziationsvermögen: Hier wird Elvis sehr aktiv. Er setzt wiederum die Nase ein und versucht erstmals von oben, dann von unten den Becher zu kippen… unterschiedliche Strategien werden angewand. Er wiederholt die Strategie mehrmals und gelangt immer an sein Ziel. Hat et den Hals in der Schnauze wird er ruhig und kaut dran neben dem Menschen. Kein Verschleppen der „Beute“.

Fazit: Elvis ist ein kleiner Individualist und kann auch im Rudel sich sehr gut allein beschäftigen. Sitze ich unter den Welpen, ist Elvis zusammen mit Ella derjenige der sich den besten Platz auf dem Schoß holt. Elvis ist ein kleiner Nasenbär der sicherlich später viel Spaß haben wird mit Suchspielen beschäftigt zu werden. Da er bei Gefahren (Tisch) ein Einfrieren zeigt, ist es sehr wichtig, dass die zukünftigen Besitzer dies erkennen und ihm Schutz geben, auf den Arm nehmen und ihm zeigen dass sie zuständig sind für seine Sicherheit. Er soll sich da nicht allein überlassen sein, auch wenn es in etwa aussieht als wäre er sehr ruhig.

EMILIA

Soziale Orientierung: Emilia ist erstmals mit dem Raum beschäftigt, obwohl ihr anzusehen ist dass sie S. auf dem Schirm hat. Erstmals schnuppern und entdecken und dann klettert sie dem unbekannten Menschen auf den Schoß.

Pflegende Dominanz: Emilia lässt sich drücken, wird unterwürfig und scheint zu entspannen. Lässt man sie los, fängt sie an sich zu kratzen und zu gähnen, was auf einen erhöhten Stresslevel hindeutet.Der Mensch darf das schon mit ihr machen, sie mag es aber nicht.

Spielverhalten: bei beiden Spielzeugen, zeigt Emilia eine gewisse Vorsicht… was ich nicht kenne betrachte ich erstmals auf Distanz, mit gestrecktem Körper! Sie spielt kurz, reagiert auf den Bewegungsreiz, lässt aber nach und findet dass der Mensch wichtiger ist. Zu interpretieren ist aber auch dass sie gegenüber Neuen erstmals skeptisch ist und Schutz/ Bestätigung beim Menschen sucht.

Selbstschutz: Bleibt erstmals auf dem Tisch stehen, schaut sich um und fängt an zu winseln. Sie bringt sich nicht in Gefahr und würde runterspringen. Auch hier orientiert sie sich am Menschen und versucht aus der Situation raus zu kommen mit Hilfe des Menschens. Sie orientiert sich da wo der Trainer sitzt um runter zu kommen.

Schreckreflex: Zuckt zusammen, rennt zum Menschen und schaut in Richtung Geräusch: „Wo das wohl herkommt?“ Es ist dann auch schnell vergessen.

Assoziationsvermögen: Erstmals zeigt Emilia kein Interesse am Becher mit dem Hühnerhals. Sie entfernt sich und bevorzugt ihr eigenes Ding zu machen. Emilia wird nochmals zum Becher zurück geführt und dann entwickelt sie eine Strategie um den Becher zu kippen. Es gelingt ihr, sie fasst den Hühnerhals und auch hier wird dieser nicht in Sicherheit gebracht. Die gleiche Strategie behält Emilia bei und arbeitet mit viel Ruhe.

Fazit: Emilia ist eine aktive lustige Maus, immer mittendrin im Geschehen. Sie weiß es zu schätzen ganz nah am Menschen zu sein. Es kann aber auch durchaus bedeuten dass wenn sie allein ohne ihre Geschwister ist, sie den Menschen als Schutz benötigt, der ihr helfen soll Neues zu erkunden. Zutraulich in ihrem Wesen, wird die Erziehung dieser menschenorientierten, aber auch vorsichtigen Hündin, viel Spaß machen

ELISE

Soziale Orientierung: Der unbekannte Raum ist Elise mal nicht geheuer. Sie schaut sich um, entdeckt S., wird aber abgelenkt durch den Geruch des Hühnerhalses am Boden. Das scheint jetzt sehr interessant und es kommt Beruhigung auf, da sie was zu tun hat. Sie kommt ablenkbar rüber.

Pflegende Dominanz: Körperlich eingegrenzt zu werden, gefällt Emilia nicht. Sie will raus aus der Situation, ohne aber sich körperlich zu wehren. Sie zeigt hier Unterwerfung, rebelliert  aber akustisch , mit Winseln und Jammern.

Spielverhalten: Der Bewegungsreiz der Spielzeuge lässt sie etwas indifferent. Hier sieht es wiederum nach Faulpelz aus. Der Futterbeutel ist etwas attraktiver, das Interesse ist begrenzt, in etwa wie bei Eileen.

Selbstschutz: Hier beobachtet sie. Die unangenehme   Position bringt sie zum  Sitzen. Sie bringt sich nicht in Gefahr und versucht runter zu springen. Erstmals scheint sie ruhig aber sie zittert an den Hintterbeinen und es täuscht da sie doch im Stress ist.

Schreckreflex: Das Geräusch lässt sie zum Menschen flüchten, wo sie Schutz sucht. Eigentlich macht Elise hier auf „ruhig“, benötigt aber den Schutz des Menschens um Sicherheit zu bekommen.

Assoziationsvermögen: Wiederum etwas Neues. Also versuche ich da mit Vorsicht ranzugehen oder es interessiert mich eh nicht? Es gelingt dann Elise den Hühnerhals zu schnappen und sie versucht ihn in Sicherheit zu bringen. S. holt Elise zurück und es beginnt von vorn. Das 2. Mal ist sie aktiver. Es kann sich doch lohnen wenn man sich anstrengt. Fressen tut sie eh gern.

Fazit: Elise  ist eine Mischung aus „Faulpelz“ und Neues entdecken mit  vernünftiger Vorsicht. Im Rudel ist sie ziemlich aktiv, kann aber von einem Moment auf den anderen, sich verkriechen um zur Ruhe zu kommen. Aus dieser Ruhe bringen die Geschwister sie dann auch nicht raus, auch wenn sie mal über sie trampeln. Sie kann lange beobachten ehe sie aktiv wird. Zu berücksichtigen bleibt aber, dass die „Interessenlosigkeit“ in etwa mit einer gewissen Unsicherheit verbunden sein kann. Da sie ein guter Fresser ist, der fast immer als Letzte den Napf nochmal checkt, wird sie sicher an Dummy Arbeit mit anschließender Fütterung sehr interessiert sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Einzelfütterung

Ab heute proportionniere ich das Futter in Einzelnäpfe. Nicht nur wegen den Gewichtsunterschieden, aber hauptsächlich um den Futterneid und ein eventuelles gegenseitiges Mobben auszuschließen, so dass ich Überblick behalte um besser einzugreifen

Das Bällebad

Nun sind die Zwerge groß genug um auch die Ballkiste zu genießen zum toben. Allerdings dreht diese recht auf, so dass ich  sie zeitweise wieder aus dem Gehege entfernen. Und wer hat dieses neue Spielelement als Erste erkundet... man darf raten!

Die 6wöchige Kotprobe ist negativ auf Würmer, Kokzidien und Giardiens. Ich freue mich und ich denke dass die Darmflora gut entwickelt ist, dank dem Barf, der natürlichen Antiwurmkräuter, des Kefirs und ab und zu EM.

Und dann noch ein paar Bilder der letzten Tage

 

Schlafen auf der Schaukel

black is beautifull

Bersteinaugen?

gemütliches Spielen/Kuscheln im Stroh

Das Wetter war heute recht feucht und die Wusels waren viel in der Welpenstube. Heute Morgen waren sie kurz im Gehege, schliefen alle auf der Decke und wurden dann von einem Platzregen überrascht. Schien die meisten nicht zu stören außer Eileen und Emilia die schnell ins Häusschen geflüchtet sind. Mal gespannt wie sie weiter auf Wasser reagieren... Gegen Abend haben alle es sichtlich wieder genossen im Stroh zu sein.

Mama erzieht!

Bald werden die Welpen 7 Wochen und Mama weist hier klar zurück... so soll es sein! Die Milchbar ist nicht mehr permanent geöffnet... Trennung wird vorbereitet. Bitte Respekt! Und auf ihre vertrauensvolle Art, fragt Clea dann auch mit Blickkontakt bei mir nach. Ich greife da nicht ein...

Wasser entdecken

Heute war ein warmer sonniger Tag und die Wusels haben das Wasser entdeckt, sowohl im "Swimmingpool der Großen" als auch an der Brause vom Schlauch. Toll wie neugierig sie sind, offen und gut gelaunt gegenüber Neuem.

Es ist mir wichtig ihnen die unterschiedlisten Eindrücke hier in der Zuchtstätte zu vermitteln, damit sie in ihrem neuen Leben diese Eindrücke entspannter verarbeiten können.

Die Tage sind gefüllt und der Energielevel ist zeitweise sehr hoch. Die meiste Zeit schlafen und toben sie im Aussengehege, ich öffne aber immer wieder die Tür damit sie den großen Garten erkunden können. Hier trauen sie sich immer mehr zu, bleiben aber meist zusammen. Mittlerweile haben sie auch eine Ecke mit Erde entdeckt und fangen an zu buddeln... Die 4 Mahlzeiten zwischendurch werden sehr schnell gefressen, wer viel erlebt hat auch großen Hunger. Es sind alle tolle Fresser und wir sind auch mittlerweile bei mehr als die 6% des Köpergewichtes. Clea säugt zwischendurch auch noch, Milch geht aber deutlich zurück.