Warum ein Labradoodle?

Apportieren mit dem Futterbeutel

 

Wenn man auf der Suche eines Hundes ist, geht fast jeder an erster Stelle vom Phänotyp eines Hundes aus: Aussehen, Größe, Farbe, Gewicht. Oft denken viele Menschen nicht an erster Stelle an das Wesen, die Eigenschaften eines Hundes und die damit erforderte Erziehung und Arbeitsweise im Alltag.

Ausschlaggebend für mich war es einen Hund zu haben, der hohe soziale Kompetenzen besitzt. Ausserdem sollte der Hund nicht haaren.

Der Doodle  ist etwas kräftiger als der Pudel, insbesondere aber mag ich die vielen äußerlichen Unterschiede in dieser „Rasse“. Anders als der Labrador oder Pudel, den man sofort erkennt, weil er einen Standard besitzt, ist jeder Labradoodle anders im Erscheinungsbild. Mal schmaler, mal kräftiger, groß, klein, wavy, curly, drahthaarig, hell, dunkel oder mehrfarbig.

Der Labradoodle ist ein sehr freundlicher und gutmütiger Hund, der stets gut gelaunt erscheint. Er hat einen sehr engen Kontakt zu seinen Menschen. Er ist meistens sehr sozial zu Artgenossen. Labradoodles sind familienfreundlich und eignen sich mit Kindern aufzuwachsen. Sie lernen schnell und besitzen eine hohe Intelligenz. Viele Labradoodles werden als Schulhund, Therapiehund, Diabetikerhund eingesetzt, aufgrund ihrer positiven Charaktereigenschaften, der schnellen Lernfähigkeit, dem ausgeprägten sozialen Wesen und schlussendlich des kaum-haarenden Fells.

Der Labradoodle ist ein Hund der sich eignet für sportliche Menschen. Er ist unternehmungslustig und freut sich dabei zu sein, sowohl in warmen wie kalten Jahreszeiten. Er hat viel Ausdauer und liebt es draußen zu sein.Agility, Joggen oder neben dem Fahrrad zu laufen ist eine herausforndernde Beschäftigung , welche den Doodle auslastet. Dieser Hund ist aber auch sehr ruhig im Haus und fügt sich ein in den Rhythmus seiner Menschen mit Gelassenheit und Abschaltung.

Im Gegensatz zum Labrador sind die meisten Doodles auch Wachhunde, sie schlagen an bei nicht bekannten Geräuschen. Wachhund ist hier nicht zu verstehen als angeleinter Hund vor der Haustür, der mit Agressivität reagiert, sondern als Verteidiger von seinem Revier.

Labradoodles benötigen Beschäftigung und konsequente Erziehung mit positiver Verstärkung. Ihre hohe Intelligenz macht die Erziehung nicht immer leicht, sodass es heißt dran zu bleiben und auch mit dieser "Rasse" die nötige Geduld zu haben um das Ziel zu erreichen. Der Labradoodle kann die Schwächen oder Inkonsequenz in der Erziehung nutzen, auf keinen Fall aber ist es ein Hund der einen harten Erziehungsstil verträgt. Labradoodles sind sensible Hunde, teilweise auch stur  und eine nicht angepasste Erziehung kann zu einer Arbeitsverweigerung führen. Viele Labradoodles besitzen Jagdtrieb und das ist sicherlich eines der schwierigsten Kapitel in der Hundeerziehung. Ob es da ein Patentrezept gibt bezweifele ich. Hier ist sehr viel Durchhaltevermögen angesagt und als Hundeführer geht es darum eine sehr enge Bindung zum Hund aufzubauen und immer wierder mit "Kompensationsspielen" den Hund zu trainieren: Apportierarbeiten, Suchspiele, Versteckspiele, Fährtenarbeit...  Aber es geht! Meine Charlotte hat in ihrem ersten Lebensjahr auf Sicht alles gejagt was sich auf dem Feld bewegte.Heute ist sie sichtlich zurückhaltender und hält engen Blickkontakt zu mir beim Spaziergang.Das Training mit dem Futterbeutel trägt seine Früchte. Eine Zusammenarbeit mit mir ist ihr heute wichtiger als auf die Jagd zu gehen.  Felix ist der Mann im Rudel, mein vorderer Wächter beim Spaziergang. Er kann sehr gut an meiner Seite gehen. Dazu genügen ein paar körperliche Zeichen.Spürt er aber dass ich das nicht will oder brauche wird er ab und zu mal Distanz aufnehmen, um dann im Umkreis von zirka 100m zu checken ob auch alles "gesichert" ist. Etliche Hundetrainer werden mir diese "Erlaubnis", die ich Felix gewähre, vorwerfen. Ich komme mit meinem Rüden so sehr gut klar, da ich weiß dass er auch auf Distanz Blickkontakt zu mir hält und auf Anforderung meinerseits wieder bei Fuß kommt. Um ihn auch auf Spaziergängen zu beschäftigen, um den Jagdtrieb zu kompensieren, verstecke ich den Futterbeutel und schicke ihn dann auf Anforderung auf Suche. Das ist eine tolle Nasenarbeit die viel Spaß bereitet, weil der Hund körperlich und mit dem Kopf arbeitet.

 

 

 

Futterbeutel versus Schwan...

Versteckter Beutel während dem Spaziergang